Als Amandus Pentzlin sich mit Friederike Greffrath vermählte, konnte er glücklicherweise das "Rittergut" Dinnies (bei Mestlin/Goldberg) im Jahre 1837 von seinen Schwägern Fritz und Wilhelm Greffrath kaufen. Unter dem Kaufvertrag von Dinnies hat er mit Amandus Pentzlin unterschrieben und ihn mit einem ovalen Petschaft besiegelt, das damals die Buchstaben A.P. über dem "Wappen" trug: “Es stellt auf einem Hügel stehend eine weibliche Figur dar, welche in der rechten Hand drei Ähren trägt und mit der linken sich auf einen Anker stützt.”

Amandus starb in Dinnies 1849 schon mit 44 Jahren (am Nervenfieber/Typhus), als seine vier Kinder noch jung waren (1 bis 11 Jahre). Nach seinem frühzeitigen Tod und den wenigen Jahren ihrer Ehe verließ Friederike Pentzlin (geb. Greffrath) ihren Besitz. Dinnies wurde fortan durch einen Inspektor bewirtschaftet, und die Familie zog nach Goldberg, wo sich eine gute Privatschule befand.
So haben die vier Kinder von Amandus Pentzlin ihre Kindheit und Jugend in Dinnies, Goldberg und Schwerin verbracht.

- Caroline (geboren 1838) heiratete den Gutspächter Gottlieb Regelien; 
  gestorben ist sie 1893 in Parchim.

- Carl Wilhelm Amandus wurde 1839 geboren und heiratete 
  die Schwägerin  Caroline Regelien.

- Wilhelm, geboren 1841, starb schon mit 17 Jahren am Nervenfieber 1858.

- Mathilde (geboren 1843) heiratete den Gutspächter Alexander Bade; 
  sie starb 1921 in Neustrelitz.
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Von Gut Dinnies nach Schwerin

Carl Wilhelm Amandus Pentzlin wurde 1839 auf dem Gut Dinnies geboren (getauft in Ruest-Mestlin).
Sein Vater (der Gutsbesitzer Amandus P.) starb, als Carl erst 10 Jahre alt war. Seine Mutter, Friederike Greffrath zog mit der Familie nach dem nahen Goldberg. Dort ging Carl in eine Privatschule und später in Schwerin
Mit 17 Jahren verließ Carl 1856 das Gymnasium Friedericianum in Parchim, um eine Landwirtschaftslehre zu beginnen. Er sollte das Gut Dinnies so bald wie möglich übernehmen und "studierte" eifrig bei seinem Lehrherrn, dem Kammerpächter Regelien auf dem herzoglichen Gut zu Malow. Mit 19 Jahren verlobte sich Carl W.A. mit der Tochter seines Lehrherrn, Caroline Regelien, bevor er sie 1859 in Malow heiratete und dann das Gut Dinnies übernahm.

Aus Sorge um seine drei unverheirateten Töchter und ihre eigene Zukunft (im Alter von 68 Jahren!) verkaufte Carl W.A. das Gut Dinnies im Jahr 1907. Sein ältester Sohn Rudolf hatte gehofft, es übernehmen zu können. (So übernahm Rudolf P. Hanshagen als Gutspächter). Nach dem 2. WK zerfiel das Gutshaus und Dinnies wurde zur LPG (Landwirtschaftl. Produktions Genossenschaft).

Carl und Caroline P. zogen nach Schwerin in ein Stadthaus und richteten die Zimmer wie in Dinnies ein. Sie erlebten noch ihre eiserne Hochzeit, bevor Carl W.A. bei einem Besuch in Ziethen, bei seiner Tochter Clara 1925 starb.

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Gemeinsam hatten sie 11(!) Kinder, von denen drei früh starben:

- Martha (geboren 1860) blieb ledig und schrieb die "Pentzlin-Chronik"; 
   gestorben ist sie 1947  in Schwerin.
- Clara (geboren 1862) heiratete den   Pastor Peter Rußwurm; 
   gestorben ist sie 1948 in Ziethen.
- Aline (geboren 1863) heiratete den Gutspächter Max Schröder;
  gestorben ist sie 1927 in Heidehof b. Jüterborg.
- Anna (geboren 1865) heiratete den Mineralogen Prof. Robert Scheibe;   
   gestorben ist sie 1962 in Kiel.

- Rudolf (geboren 1868) heiratete Ina Elvers und Anna-Liese Jenz;
  gestorben ist er 1956 bei Schönweide.
  * Sein Sohn Jens baute in Schönweide ein landtechnisches Unternehmen auf.

- Carl Adolf Wilhelm (geb. 1870), heiratete die Witwe Elisabeth Schlange
   als landwirtschaftlicher Inspektor (Gutsverwalter!) in Wildkuhl
   gestorben ist er 1938 in Schmachthagen als Gutspächter.
   * Sein Sohn Ulrich P., mein Opa! (* 1909) heiratete Anna Smerling;
      gestorben ist er 1990 in Waren/Müritz (mein Geburtsort).

- Elisabeth (geboren 1873) blieb ledig und war Wäschebeschließerin; 
   gestorben ist sie 1958 in Schwerin.
- Hannah (geboren 1880) blieb ledig und war Krankenschwester im 1. WK;
   gestorben ist sie 1965 in Schwerin.

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                         email:  no.pentzlin@t-online.de,  (aktualisiert 2025)